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FRANKFURT MUSS NACH AUSSEN WACHSEN – Dr. Nargess Eskandari-Grünberg im Gespräch mit dem BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.

 

„Neue Bevölkerungen drängen in die Städte. Allein mit Innenentwicklung und Nachverdichtung können wir langfristig der Nachfrage nicht gerecht werden. Wir müssen nach außen gehen.“

Dr. Nargess Eskandari-Grünberg im Gespräch mit dem BDB Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. (BDB-HESSENFRANKFURT).

 

  • Außenentwicklung Frankfurts aktiv gestalten
  • Umlandgemeinden in Planungen früh einbeziehen
  • Städtebaubeirat als Expertengremium ausbauen
  • Urbanität als Leitbild für neue Stadtteile verankern
  • eine IBA (Internationale Bauausstellung) für Frankfurt Rhein Main

 

 

Frankfurt ist in den letzten 10 Jahren um 100.000 Einwohner gewachsen. Diese Entwicklung wird weiter gehen. Wenn wir eine offene Gesellschaft wollen, dann kommen wir nicht darum herum, das Wachsen von Stadtgesellschaften als Realität anzuerkennen und aktiv zu gestalten.

 

Rund 30.000 Wohnungssuchende gibt es derzeit in Frankfurt. Wenn Wohnraum fehlt, wächst die soziale Verpflichtung einer Stadt, Wohnraum zu Verfügung zu stellen. Wir brauchen neben der Innenentwicklung auch die Außenentwicklung für neue Stadtteile in Frankfurt.

 

Im Gespräch mit dem BDB-HESSENFRANKFURT formuliert Dr. Nargess Eskandari Grünberg ein klares Bekenntnis zum Wachstum der Metropolregion Frankfurt Rhein Main: „Wenn ich die heutige Stadt Teheran mit der Stadt vergleiche, von der ich gekommen bin, dann ist festzustellen, daß diese Stadt seitdem unglaublich gewachsen ist. Frankfurt wird auch weiter wachsen. Ich sehe meine Aufgabe darin, das Wachstum der Metropolregion sozial und umweltgerecht zu gestalten. Wir sollten uns trauen, die Entwicklung von vier bis fünf neuen Stadtteilen in Frankfurt zu diskutieren.“

 

Die Umlandgemeinden sollen dabei frühzeitig einbezogen werden. „Ich wünsche mir eine partizipative Vorgehensweise in solchen Dingen. Die Diskussionen dazu müssen frühzeitig angestoßen werden.“ sagt Dr. Eskandari-Grünberg.

 

Für Frankfurt will Dr. Eskandari-Grünberg den Städtebaubeirat als Expertengremium ausbauen. „Die Stadt muß für große städtebauliche Projekte die Kompetenz der Architekten und Stadtplaner in Frankfurt einbeziehen. „Als Plattform eignet sich dafür der Städtebaubeirat. Noch fehlen da zwar wichtige Vertreter von Verbänden. Wenn dort aber alle eingebunden sind, kann das das ideale Forum für die städtebauliche Diskussion für die nächsten Jahre werden.

 

Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB (Referat Baumeister, Projektentwickler/gewerbl. Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) plädiert für eine urbane, kompakte Stadt: „Die beliebtesten Stadtteile in Frankfurt sind Gründerzeitviertel. Die Bebauung ist dort dicht. Einzelhandel und Gastronomie funktionieren, weil durch die Dichte eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist. Erholungsflächen und grüne Innenhöfe machen diese urbanen Räume lebenswert. Bei neuen Stadtplanungen sollte man sich an diesen Vorbildern orientieren und keine Scheu vor Dichtehaben. Dichte führt zu einem geringeren Flächenverbrauch. Das ist sozial, weil es Wohnen für alle schafft und ökologisch, weil es die natürliche Ressource Boden schont und zu weniger Verkehr führt.“

 

Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Oberbürgermeisterkandidatin für Frankfurt (mitte), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (links), Architekt BDB Tobias Rösinger, Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (rechts)

 

„Es gibt Stadtteile wie Nieder-Eschbach, da werden die Bebauungsmöglichkeiten eines Grundstücks durch Baugrenzen und Baufenster stark eingeschränkt.“ so Dipl.-Ing. Architekt BDB Martin Pletz. Wenn wir hier mehr Bebauung zulassen, dann wirken wir so einer Zersiedelung an anderer Stelle entgegen.

 

Dr. Eskandari-Grünberg befürwortet sehr eine urbane Bebauung wie im Nordend oder in Bornheim. Es muß aber sichergestellt sein, daß ökologische Aspekte Berücksichtigung finden und die Bevölkerungsstruktur soziale ausgerichtet ist. „Mein Programm ist 40% sozialer Wohnungsbau, 20% genossenschaftlicher Wohnungsbau und 40% freier Wohnungsbau. Rein hochpreisiger Wohnungsbau, wie er auf städtischem Grund rund um das Bockenheimer Depot entstanden ist, geht gar nicht.“ so Dr. Eskandari-Grünberg.

 

„Eine Internationale Bauausstellung bietet die Chance, Wohnungsbau und Infrastruktur im großen Rahmen zum Thema für die Metropolregion Frankfurt Rhein Main zu machen. Ich will mit Architekten und Stadtplaner aber auch mit Mobilitätsberatern und Verkehrsexperten eine Langfristige Entwicklung der Region diskutieren. Ich setze mich für eine IBA in Frankfurt Rhein Main ein.“ Dr. Eskandari-Grünberg hat mit dem klaren Bekenntnis für eine IBA den BDB an Ihrer Seite.

 

 

Mit der Oberbürgermeisterkandidatin Dr. Eskandari-Grünberg diskutierten Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, Dipl.-Ing. Architekt BDB Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB Martin Pletz und Dipl.-Ing. BDB Ralf Jack-Hoang.

 

 

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